Portugal hat ein neues Arbeitsmigrationsabkommen eingeführt, um die Bearbeitung von Arbeitsvisa für ausländische Arbeitnehmer zu beschleunigen. Ab dem 1. April gilt für Anträge, die bei den Konsulaten eingereicht werden, eine Frist von 20 Tagen für die Genehmigung, was eine erhebliche Verkürzung der derzeitigen Wartezeiten bedeutet. Das System ist zwar noch nicht voll einsatzfähig, doch könnte diese Änderung den Arbeitgebern helfen, einen Arbeitskräftemangel schneller zu beheben. Hier erfahren Sie, wie das System funktioniert und was die Unternehmen erwarten können.
Wie funktioniert das neue Arbeitsvisumverfahren?
- Bearbeitungsfrist von 20 Tagen: Die Konsulate müssen nun ausgefüllte Anträge auf Arbeitsvisa innerhalb von 20 Tagen nach Einreichung bearbeiten. Verzögerungen können immer noch auftreten, wenn Dokumente unvollständig sind oder zusätzliche Prüfungen erforderlich sind.
- Gezielte Sektoren: Vorrang für Branchen mit Arbeitskräftemangel, wie Technologie, Gesundheitswesen, Landwirtschaft (einschließlich Saisonarbeit) und Bauwesen.
- Unveränderte Anforderungen: Arbeitgeber müssen nach wie vor einen Arbeitsvertrag, eine Krankenversicherung und einen Nachweis über eine Unterkunft vorlegen.
Was sind die wichtigsten Vorteile für Arbeitgeber?
- Schnellere Einstellung für kritische Positionen
Das 20-Tage-Ziel - sofern es erreicht wird - könnte die Zeit bis zur Einstellung internationaler Talente erheblich verkürzen, insbesondere in stark nachgefragten Bereichen wie IT und Ingenieurwesen. - Vorhersehbare Zeitpläne
Klare Fristen geben Arbeitgebern mehr Sicherheit bei der Planung der Einführungs- und Umzugslogistik. - Keine unbefristeten Verträge erforderlich
Saisonabhängige Wirtschaftszweige (z. B. Landwirtschaft, Tourismus) profitieren von gelockerten Vorschriften, und befristete Verträge sind jetzt zulässig.
Vor welchen Herausforderungen könnten die Arbeitgeber stehen?
- Wohnungsbedarf
Die Arbeitgeber müssen Wohnraum für ihre Mitarbeiter sichern, was in Städten wie Lissabon mit geringen Leerstandsquoten schwierig sein kann. - Ungewissheit bei der Umsetzung
Bis die 20-Tage-Regel in Kraft tritt, können die tatsächlichen Bearbeitungszeiten variieren. Arbeitgeber sollten sich dennoch frühzeitig bewerben. - Verzögerungen bei der Dokumentation
Fehlende Unterlagen oder Rückstände bei den Konsulaten könnten die Genehmigungsverfahren trotz des 20-Tage-Ziels weiter verzögern. - Begrenzter Geltungsbereich
Das Abkommen befasst sich nicht mit Visa für die Familienzusammenführung, die nach wie vor nur langsam vorankommt.
Nächste Schritte für Arbeitgeber
- Dokumente frühzeitig vorbereiten
- Besorgen Sie sich im Voraus Arbeitsverträge, Versicherungs- und Unterkunftsnachweise und stellen Sie sicher, dass die portugiesischen Standards erfüllt sind, bevor Sie sich bewerben.
- Updates überwachen
- Verfolgen Sie die Ankündigungen der Generaldirektion für konsularische Angelegenheiten (DGACCP) und der AIMA zu Verfahrensänderungen.
- Professionelle Unterstützung in Betracht ziehen
- Rechts- oder Relocation-Experten können Ihnen dabei helfen, das neue System zu verstehen und die Umsiedlung von Mitarbeitern nach Portugal effizient zu gestalten.
Schlussfolgerung
Portugals neues Visumabkommen könnte die Einstellung ausländischer Talente vereinfachen, doch der Erfolg hängt von der Umsetzung ab. Die 20-Tage-Frist ist eine vielversprechende Lösung für den derzeitigen Rückstau bei der Einwanderung und die langen Wartezeiten. Unternehmen, die Talente aus aller Welt in Portugal einstellen wollen, sollten sich informieren und ihre Anträge sorgfältig vorbereiten, um das Beste aus dieser Änderung zu machen.
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